Das Problem-ABC

Abstimmung 

Der 15.12.2011 ist nicht mehr und nicht weniger als der Schicksalstag für Brandenburgs Freie Schulen. An diesem Datum wird bei der abschließenden Beratung und Abstimmung im Parlament in Potsdamüber die geplanten Streichungen endgültig entschieden. Nur noch bis dahin bleibt uns noch Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. 


Bedrohung 

MIt den Freien Schulen in Brandenburg ist innovative, zukunftsorientierte Pädagogik gefährdet – und damit die von vielen Eltern geforderten, vielfältigen Ansätze Freier Schulen. Eltern wollen reformpädagogische Grundschulen, Inklusive Schulen, Förderschulen, Oberschulen mit Praxisbezug und Gymnasien mit besonderen Profilen, aber auch Projekte für Schulverweigerer und Hochbegabte oder das erfolgreiche gemeinsame Lernen von ABC bis ABI. Sie wollen auch morgen noch freie Schulwahl.  


Bürgerschaftliches Engagement

Freie Schulen sind praktisches bürgerschaftliches Engagement – genau das bringt Brandenburg voran. Aber nur mit Unterstützung der Landesregierung, nicht durch Bremsmanöver. Wer hier bremst, verliert die Zukunft.

 

Einseitigkeit  

Die Streichungen träfen nur Freie Schulen. Die  „Sparsumme“ bei den staatlichen Schulen sind eigentlich Einnahmen – Geld aus zwei Reserven. 

 

Finanzen

Kommt die Landesregierung mit ihren Plänen durch, wäre die   finanzielle Sicherheit an allen Schulen bedroht. Wer Bildung vermittelt, braucht aber gerechte Bezahlung. Wer dem Lehrermangel begegnen will, ebenso. Schulträger haben zudem langfristige Verträge – auch für Gebäude. Darum fordern wir vernünftige Finanzierung aller Brandenburger Schulen.

 

Gesetzlicher Auftrag

Die Landesregierung muss alle Schulen schützen und fördern – nicht nur staatliche. Es gibt nicht „die eigenen Schulen“ und „die anderen“, die Freien Schulen. Alle Schulen Brandenburgs sind „eigene“ Schulen – für alle Brandenburger Kinder.

  

Irreführung

Zahlen sind immer so gut wie das vorhandene Hintergrundwissen: Für einen Schüler an einer Freien Schule geben Land und Kommunen schon heute viel weniger aus als für ein Kind an einer staatlichen Schule (ca. 65%). Freie Schulen haben keinerlei finanziellen Vorteil. Diese Website zeigt unter anderem, wie das Ministerium argumentiert. Und was davon nicht stimmt. Zum Beispiel mit Hardorps Mathestunde 

 

Qualitätseinbußen

Bis zu 37% weniger Zuschüsse steckt niemand einfach so weg. Kommt die Landesregierung damit durch, werden  Freie Schulen schließen müssen. Bei anderen wird die Qualität leiden – bei pädagogischen Angeboten, Ausstattung und Personal, in jedem Bereich. 

 

Streichungen

10% Verlust – viele Unternehmen gehen da insolvent. 20% und mehr Verlust bei gemeinnützigen, freien Trägern? Viele Freie Schulen würden einen solchen Einbruch nicht überleben. Was wo gestrichen werden soll, findet sich hier kompakt zusammengefasst.  //Tabelle mit Streichungen//

 

Vielfalt

Freie Schulen machen die Bildungslandschaft vielfältiger und bunter – sie schaffen dort ein Mehr an Pluralität, wo Zukunft entsteht: Bei der schulischen Bildung. Die Konsequenzen einer Verödung dieser Landschaft, die negativen Folgen für Schüler, Eltern, Lehrer, Kommunen, das Land Brandenburg und seine Bildungs-Zukunft wären unabsehbar.

 

Zukunft

Brandenburgs Landesregierung verspielt ein Stück Zukunft – indem sie bei der einzigen Ressource spart, die wir haben: Bildung. Der Rotstift kreist über der Zukunft Freier Schulen. Schulen, die mit viel Engagement und Aufwand erst in den letzten 20 Jahren aufgebaut wurden. Und die längst auch als Standortfaktor für viele Kommunen gelten.